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| Martin 29. Maerz 2010 - 11:57 Uhr Ich bin 21 Jahre alt, und habe keine Vorfahren aus Ostpreußen, trotzdem liegt mir dieses Land sehr am Herzen. Es freut mich sehr, dass diese Seite existiert. Leider leben wir heute in einem Deutschland, in dem dieses Thema ein Tabu ist. Entweder interessiert es kaum noch jemanden, oder man wird als Faschist oder Nazi beschimpft, wenn man sich offen damit befasst. Damit kein falscher Eindruck von mir entsteht, ich bin seit vier Jahren in Weißrussland in der Tschernobylhilfe tätig. Aber ich hatte nie das Gefühl, aufgrund meiner Staatsangehörigkeit als Verbrecher dargestellt zu werden, im Gegenteil. Anders in unserem eigenem Land! Nach 65 Jahren wird unserer Jugend immer noch systematisch ein in meinen Augen übertriebenes Schuldgefühl eingeimpft. Wer aber die Aussöhnung will, der muss die Ungerechtigkeit auf beiden Seiten erkennen und eingestehen. Und so sage ich offen meine Meinung: die Abtrennung der Ostgebiete und die Anerkennung der Oder-Neiße Linie als deutsche Ostgrenze ist ein Verbrechen! Und das Verharmlosen von Flucht, Vertreibung und Heimatverlust ebenso. Ich will damit keineswegs die Untaten unseres Volkes verharmlosen oder leugnen, aber es wird Zeit, endlich die Wahrheit zu sagen und die einseitige Schuld zu beenden. Obwohl meine Heimatstadt im Westen Deutschlands, nahe der niederländischen Grenze liegt, haben meine Vorfahren kurzzeitig ein ähnliches Schicksal wie das unserer Landsleute östlich von Oder und Neiße erleiden müssen: Von 1945 bis 1948 wurden sämtliche Einwohner unserer Stadt vertrieben, um polnischen Gefangenen als Wohnstadt bis zu ihrer Rückkehr zu dienen. mein Urgroßvater starb während dieser Zeit. Und was Ostpreußen noch betrifft, so schmerzt mich die Teilung durch eine fast linealgrade Grenze in der Mitte am meisten. Diese Grenze ist eine Schande der Geschichte! |
| Victor Alexander Kühn 25. Februar 2010 - 20:24 Uhr aus Essen/Ruhr, NRW Hallo. Ich bin 25 Jahre alt und Enkel meines aus Ostpreussen vertriebenen Großvaters. Ich bin in einem Land groß geworden das seinen Kindern Lügen und Schuldgefühle eingetrichtert. Die Vergangenheit dürfe niemals vergessen werden und so weiter und so weiter. Über Sinn und Zweck dieser Gehirnwäscherei möchte ich hier nicht streiten. Wie schnell der Mensch inbesondere der Deutsche das Leid der eigenen Landsleute verdrängt oder gar gegen andere Greueltaten aufwiegt hat mich sehr verärgert. Nur leider habe ich den Eindruck dass die Gesellschaft verblödet wie sie ist sich mehr um Haiti, ein freies Tibet oder sonstigen Kram kümmert und das auf eine selten scheinheilige heuchlerische Art und Weise als wirklich für Gerechtigkeit und EINANDER einzustehn. Für die Zukunft der Deutschen sehe ich schwarz und das schlimmste ist dass man sich fragen muss ob es nicht vielleicht gerecht ist wenn man bedenkt wie wenig wir uns um unsere Kultur, Geschichte und Landsleute kümmern. Der Deutsche sieht mehr als nur seine Schuld demütigt sich selbst und alle anderen Nationen feiern sich und ihren Sieg. Was vor meiner Zeit war kann ich schlecht beurteilen aber es ist deprimierend in einem Land aufzuwachen indem man von Geburt an beschuldigt wird schlechter zu sein als andere. |
| Rolf Josef Eibicht 7. Januar 2010 - 16:45 Uhr aus München, Anmerkungen zu Ostdeutschland und Sudetenland - Schicksal und Leistung der Heimatvertriebenen Statt eines Vorwortes: Solange wir Ostdeutschland und Sudetendeutschland preisgeben, und zwar ohne nicht zumindest einen politisch-historischen Ausgleich und Kompromiß erreicht zu haben, solange haben wir uns politisch-historisch selbst preisgegeben. Solange wir nicht auch für das Selbstbestimmungsrecht und das Heimatrecht, also für die Menschenrechte von heute cirka 20 Millionen deutscher Heimatvertriebenen und ihrer Nachkommen, der Heimatvertriebenenstatus ist in der Bundesrepublik Deutschland nach Vertriebenengesetzgebung erblich, in friedlicher Art und Weise (z.B. peaceful change nach KSZE-Schlußakte) aber entschieden und entschlossen eintreten, solange geben wir fortgesetzt ein Beispiel unserer eigenen politischen und historischen Unfreiheit. Solange die ostdeutsche und sudetendeutsche Frage immer noch politisch, historisch, staatsrechtlich und völkerrechtlich offen ist, nach wie vor die Selbstbestimmung, das Recht auf die Heimat und die vermögensrechtlichen Probleme offene Fragen sind, solange kann es keine wirklich dauerhafte und tragfähige Friedensordnung in Europa geben. Solange wir Deutschen unsere politisch-historische, unsere nationale Identität, Ehre und Würde nicht zurückgefunden haben werden, solange bleibt auch die im Grunde alternativlose freiheitlich-demokratische Ordnung, die Parteiendemokratie, in großer Gefahr. Dies kann niemand wollen. Die ostdeutsche und sudetendeutsche Frage muß folglich endlich angepackt und befriedigend gelöst werden, um totalitäre und antidemokratische Entwicklungen keinen Freiraum zu geben, um endlich auch für die Deutschen Selbstbestimmungsrecht, Heimatrecht und Menschenrechte wieder herzustellen. Nicht mehr und nicht weniger. I. Ostdeutschland Als Ostdeutschland oder deutsche Ostgebiete verstehen wir die Ostprovinzen des Deutschen Reiches in den Grenzen vom 31. 12. 1937. Dazu gehören: Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Ostbrandenburg (die östlich der Oder und Lausitzer Neiße liegenden Teile Brandenburgs) sowie die ehemals Freie Stadt Danzig. Nur eine beispiellose politische Verworfenheit und Unterwürfigkeit konnte nationalverräterisch geschichtslos mit der Teilwiedervereinigung von BRD und DDR, Mitteldeutschland zu Ostdeutschland erklären. Und dies quasi über Nacht. Eine nationale Würdelosigkeit die in der Geschichte unseres Volkes einmalig ist und keinen Bestand haben darf. ...................... ...................... Fortsetzung des Textes, sowie anderer Beiträge zu den Menschenrechten der deutschen Heimatvertriebenen, siehe unter: http://www.carookee.de/forum/rbi MfG RJE |
| wjrk 6. Januar 2010 - 11:37 Uhr Der Kommentar von „Hubert“ vom 17. Juni 2009 „Diese Seite ist eine Ohrfeige für jeden, der das Land wirklich liebt und weder sich noch die „verlorene Generation“ vor einen „braunen“ Karren spannen lässt!“, ist für mich völlig unbegreiflich. Wie kann er den in der Landsmannschaft organisierten Ostpreußen vorwerfen, das Land nicht oder „nicht wirklich“ zu lieben? Wie kann er uns – und das will er wohl – „braunes Gedankengut“ vorwerfen? Wir halten die Erinnerung an Ostpreußen wach. Wir halten damit auch die Erinnerung an unsere (frühere) Heimat, an unsere Kultur, an unsere Väter und Mütter wach. Ist das schon braunes Gedankengut? Oder erhebt er etwa Vorwürfe gegen unsere Väter und Mütter? Nimmt er an, wie so viele Bundesbürger, dass die Vertriebenen zu Recht vertrieben worden sind, weil sie dem NS-Regime Vorschub leisteten und „in der Wolle gefärbte“ Nazis waren? Aus Ostpreußen wurden etwa 2,3 Millionen Menschen vertrieben. Nach meinem Wissen kamen davon 400 bis 500.000 auf der Flucht um. Die meisten waren alten Menschen, Frauen und Kinder. Kann man ernstlich die Meinung vertreten, dass die zu Tode Gekommenen den Tod verdient haben, dass die vergewaltigten Frauen die Vergewaltigung verdient haben, dass die von Haus und Hof Gejagten den Eigentumsverlust verdient haben, dass die jahrelang zu Zwangsarbeit Verurteilten die Zwangsarbeit verdient hatten? Es ist mit den ganz wesentlichen Grundsätzen unserer Rechtsordnung nicht vereinbar, jemandem das Eigentum zu entziehen (vulgo: zu stehlen) und es auf Dauer zu behalten. Es gibt keinen Grund, die deutschen Vertriebenen insoweit anders zu behandeln: es gab seinerzeit keinen völkerrechtlich tragfähigen Grund, ihnen die Heimat, das Leben, die Gesundheit, das Eigentum zu nehmen. Es gäbe diesen Grund übrigens auch nicht, wenn sie alle glühende Nationalsozialisten gewesen wären. Jedwede Bestrafung setzt eine individuelle Schuld und einen Richterspruch voraus. Weshalb also sollten die Vertriebenen, ihre Erben oder Erbeserben auf ihre Rechte verzichten? Wenn der Verfasser für sich und in seinem Namen verzichten möchte, mag er dies tun. Für mich jedenfalls spricht er nicht. |
| Hubert 17. Juni 2009 - 14:13 Uhr Meine Familie lebte mindestens 300 Jahre im ermland/Ostpreussen. Der Großteil einer Generation ist dafür gefallen oder sonwie ungekommen. Wir haben sehr viel zurückgelassen. Diese Seite ist eine Ohrfeige für jeden, der das Land wirklich liebt und weder sich noch die "verlorene Generation" vor einen "brauen" Karren spannen läßt! |
| Kurt Rattay 8. Juni 2009 - 11:15 Uhr Durch Zufall habe ich 2008 am kleinen Ostpreußentreffen auf Schloß Burg teilgenommen. Die Darbietungen der Trachtengruppen und Kulturvereine haben mir sehr gefallen. Ich werde in diesem Jahr bestimmt wieder dabei sein. |
| Ernst 27. Februar 2009 - 10:52 Uhr Der Raum, der hier der PT eingeräumt wird, beschämt jeden anständigen Menschen. Dass dieses revanchistische Nachtgespenst hier noch 2009 herumspukt, ist unglaublich. Unsere Familie hat alles in Königsberg gelassen, aber eine neue Zukunft gefunden. Lieben, ohne zu besitzen! |
| Giesela Sokoll 20. Januar 2009 - 13:01 Uhr aus Berlin, Guten Tag aus Berlin, zufällig kam ich auf Ihre Seite. Meine Eltern kamen aus Maschen, bzw. Kreuzborn/Dreimühlen in Masuren. Ich möchte in diesem Jahr diese Gegen besuchen. Wer kann Auskunft über diese Dörfer geben? Wer war einmal dort zu Besuch? Ob dort noch Deutsche leben, die nicht geflüchtet sind? Über eine Nachricht würde ich micht freuen, danke |
| Karin Klamert 13. Februar 2008 - 14:07 Uhr Hallo! Ich bin die Schriftführerin der Landsmannschaft Ostpreußen / Rheda-Wiedenbrück und durch das Rundschreiben 1/2008 auf diese neue Seite aufmerksam geworden. Sehr vielseitig und gut gemacht!Kann man eventuell Bilder von den Treffen auf Burg beziehen? |
| Webmaster Werner Schuka 24. Dezember 2007 - 11:55 Uhr NRW Falls Sie, lieber Besucher, Ergänzungen zu den Themen dieser Website machen möchten, setzten Sie sich bitte mit uns über E-Mail oder das Gästebuch in Verbindung. Für Fragen zur Familienforschung oder allgemeinen Fragen benutzen Sie bitte das entsprechende Forum. Für politische Themen steht Ihnen das Forum "Gut Quednau" zur Verfügung. Bitte beachten Sie weiter, daß dieses Gästebuch keine Plattform für politische Einträge oder Debatten ist. Solche Einträge werden von uns kommentarlos gelöscht. Gleiches gilt für Einträge, die nicht zu unserem Themenkreis gehören. Vielen Dank. http://www.OstpreussenNRW.de |
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